Evangelische Kirchengemeinde Hülscheid-Heedfeld

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Liebe Gemeinde,

Der große Philosoph Martin Buber hat einmal gesagt:

„Wenn ein Vater ein Kind gehen lehren will, stellt er es erst vor sich hin und hält die eigenen Hände zu beiden Seiten ihm nah, dass es nicht falle, und so geht das Kind zwischen den Vaterhänden auf den Vater zu. Sowie es aber zum Vater herankommt, rückt der um ein weniges ab und hält die Hände weiter auseinander, und so fort, dass das Kind gehen lerne...”>

Unser ganzes Leben ist ja so ein Laufenlernen: Da werde ich immer ein Stückchen erwachsener und größer. Kindergarten, Schule, Ausbildung und Beruf oder Studium und Beruf — immer wieder müssen wir uns abnabeln und die Eltern müssen uns loslassen. Die Arme werden immer weiter, die Vater oder Mutter hinhalten.

Und das Wachsen im Glauben ist genauso!

Himmelfahrt ist das Fest des Loslassens!


40 Tage hatten die Jünger Jesu Zeit, sich mit all dem Geschehenen auseinanderzusetzen:

Die Nachfolge Jesu, seine Verhaftung, Folter und Ermordung, und dann die Begegnung mit dem Auferstandenen. Eine Geschichte vom sich verstecken, sich einschließen, von Aufer–






stehungserfahrungen und der Seelsorge Jesu.

Abschiedserfahrungen — Aber unter der Zusage: Ihr werdet nicht allein sein!!!
Da stehen sie und starren nach oben und können es nicht fassen und sind nur wieder irritiert.

„Was steht ihr da und starrt in den Himmel?” Gott schickt die JüngerInnen auf die Erde! Hier sollt ihr leben und arbeiten und glauben und den Glauben weitergeben. Die Welt ist das Bewährungsfeld für den Glauben! Die Welt, nicht die Kirche und nicht der Gottesdienst, sondern die Welt. Kirche und Gottesdienst sind Stärkung auf dem Weg, aber in der Welt soll sich unser Glaube bewähren.

Himmelfahrt hat mit der Erde zu tun und will uns erinnern, dass Jesus überall ist.

Seien Sie ermutigt —Ihre Pastorin
    Doris Korte