Evangelische Kirchengemeinde Hülscheid-Heedfeld

  Die
  Kirchengemeinde
  und ihr(e)...



Verschiedene Artikel haben in den letzten Wochen die Menschen in den Kirchengemeinden aufgeschreckt– Kirchengemeinden sind aufgefordert, Kooperationsräume zu bilden, sich enger miteinander zu vernetzen.

Warum – und was kann das bedeuten? Kirchengemeinden werden klein

In den letzten Jahren sind alle Kirchengemeinden zahlenmäßig kleiner geworden – da ist die demografische Entwicklung, das Umzugsverhalten, aber da sind eben auch die Kirchenaustritte – das alles zusammen macht es den Gemeinden immer schwerer, mit den finanziellen Mitteln zurecht zu kommen.

Beispiel Hülscheid – Heedfeld: Wir haben 2 denkmalgeschützte Kirchen (die ja auch eine lange Geschichte haben!), ein Gemeindehaus, einen Kindergarten, ein Pfarrhaus. Die Kirchen haben wir in den letzten 4 Jahren renoviert– mit vielen Spenden, mit Hilfe der Stiftung, mit noch viel mehr Eigenleistung– nicht nur der Freiwilligen Feuerwehr sei Dank! Die Gemeinde Schalksmühle hilft uns, den Kindergarten zu finanzieren – ohne die freiwilligen Zuschüsse könnten wir die Arbeit nicht schaffen! Das Gemeindehaus hat längst nicht nur neue Farben nötig...und von der Jugendarbeit haben wir noch nicht gesprochen...

Gemeindemitgliederzahlen am 1.1.2018: 2013! (Im Vergleich: Schalksmühle – Dahlerbrück: 2955 Oberrahmede I + II: 3063) Der von der Landeskirche gesetzte Korridor für eine Pfarrstelle liegt mittlerweile zwischen 3000 und 5000 Gemeindemitgliedern. Pfarrer und Pfarrerinnen werden weniger. In den nächsten 8 Jahren geht etwa die Hälfte der Pfarrer im Kirchenkreis in den Ruhestand – und es kommen kaum junge Leute nach. Das können wieder demografische Gründe sein, es kann an der Dauer des Studiums liegen oder an den Fremdsprachen (Latein, Griechisch, Hebräisch), oder dem einen oder anderen ist das Gehalt nicht hoch genug. Oder wir Pfarrer und Pfarrerinnen haben zu wenig geworben für den „schönsten Beruf der Welt”?

Zusammengefasst: Die einen gehen in den Ruhestand, die anderen kommen nicht nach, die einen ziehen weg oder sterben, die anderen treten aus – und dazwischen sind 2013 Menschen, denen ihre Gemeinde immer noch wichtig ist, die ehrenamtlich mitarbeiten, die für ihre Kirche spenden, die selbst Hilfe durch ihre Gemeinde erfahren haben, die sich wünschen, dass die Pastorin sie besucht (auch wenn das immer schwieriger wird), die einen Ort für ihre Kinder brauchen im Kindergarten und in der Jugendarbeit, die die Kirchen lieben als Ort für ihre Freude oder ihre Trauer.

Bitte 1: Bleiben Sie Ihrer Kirche treu! Wir brauchen Sie – Ihre Mitarbeit, Ihre Fürbitte, ja, auch Ihr Geld, Ihre Kritik, Ihre Ideen.

Hinweis: Ein Wiedereintritt in die Kirchengemeinde Ihrer Wahl ist mittlerweile einfach, rufen Sie Ihre Pfarrerin oder den Superintendenten an.

Bitte 2: Keine Panik beim Thema KOOPERATION! Wir wollen gemeinsam mit dem Presbyterium der Kirchengemeinde Schalksmühle– Dahlerbrück fragen, wie wir uns gegenseitig helfen können, welche Angebote vielleicht nicht jede Gemeinde machen muss, weil die andere das schon macht, wie wir evt. Jugendarbeit vernetzen können usw.

Ein spannender Weg liegt vor uns – im Wissen: „Es geht mit uns – Gott weiß wohin!”
(K.-P. Hertzsch)

Ihre Doris Korte